Sollner Damen gewinnen spannendes Derby gegen Forstenried (32:31) von Sonja


Erstellt am 21.11.2017



In heimischer Halle empfingen die Sollner Damen am vergangenen Sonntag die Nachbarinnen des TSV Forstenrieds. Diese Kombination verspricht vor allem eins: ein spannendes Spiel, das Spaß bringt. Die vorherigen Spiele sind kein Maß für die dargebotene Leistung, die Karten werden neu gemischt, die besondere Atmosphäre des Derbys ist Motivation genug.

Vor den Augen der zahlreich erschienenen Zuschauer startete das Spiel sehr ausgeglichen, 2:2, 3:3, 4:4. Beide Abwehrreihen standen recht stabil, die zustande kommenden Torchancen wurden konsequent genutzt. Ab der zehnten Minute gelang es Solln besser die offensive Abwehr auszuspielen, so frei zum Wurf zu kommen und sich auf vier Tore abzusetzen. Hinten stand die Abwehr gut, schob konsequent und auf die Torwärtin war ebenfalls Verlass. Doch dann passierte, was so oft gegen Forstenried passiert. Die Konzentration ließ nach, Tormöglichkeiten wurden nicht genutzt, Pässe wurden ungenau oder erst gar nicht zum eigenen Mann gespielt. Eigentlich sollten die Sollner Damen inzwischen wissen, dass dies schnelle Gegenstoße mit Torerfolgen nach sich zieht. Für jeden leichtfertig verlorenen Ball. So verwandelte sich das vielversprechende 10:6 bis zur Pause in ein 13:13.

Die Halbzeitansage war klar und deutlich: wieder einfachen Handball spielen, saubere Pässe und hinten zusammen stehen.

Im Angriff funktionierte es ganz gut, die Passqualität nahm dramatisch zu, was das freispielen des Außen ermöglichte und entscheidende Vorteile im Eins-gegen-Eins lieferte. Das Ergebnis: entweder Tor oder Sieben-Meter (also Tor). In der Abwehr waren die Sollner Damen oft einen Schritt zu langsam oder zu faul diesen Schritt zu gehen. Das Ergebnis: entweder Tor oder Sieben-Meter (bis auf zwei gehaltene leider auch fast immer Tor). Wobei Forstenried meist die zwei-Tore-Führung erzielte, Solln zog jedoch stets nach. Dies änderte sich mit dem 25:25, als es Solln nicht nur gelang den Ausgleich sondern auch die Führung zu erzielen. Jetzt ging es andersherum: Solln legte vor, Forstenried zog nach. Bis fünf Minuten vor Schluss, als die Sollner Damen mit zwei Toren vorne lagen, die deutlichste Führung in dieser Halbzeit. Allen war klar, das ist der Knackpunkt des Spiels. Trotzdem sah man in der Abwehr dann zu, ließ die Forstenrieder Spielerin durchlaufen, Tor. Ein Timeout sollte Ruhe bringen, ein Spielzug sollte den nächsten Treffer garantieren. Ersteres klappte nicht wirklich, Zweiteres zum Glück doch. Es folgen 90 Sekunden Hektik, in denen Forstenried den Anschlusstreffer erzielen konnte und Solln mit einigem Glück keinen weiteren Treffer kassierte. Endstand: 32:31.

Die 63 Tore sind den insgesamt 17 verwandelten Sieben-Metern und der hohen Trefferquote zuzuschreiben. Trotz der vielen Sieben-Meter war das Spiel nicht so hart oder unfair, wie man meinen könnte, kein Vergleich zu vergangenen Spielen (und Mannschaften). Trotz der Derbyatmosphere ging man doch fair miteinander um und ließ sich zu keiner unnötigen oder gesundheitsschädigen Härte hinreißen.

Für Solln spielten: Anne Goebel und Sandra Behr im Tor, Desiree Herber, Nicole Probst (11/10), Johanna Prummer, Lena Tujo (7), Amelie Graß (1), Lisa-Sophie Graß (2), Aleksandra Kondic (2), Barbara Beer, Ida Wächtler, Sonja Kappelan (5), Theresa Sitter, Stefanie Coulon (4)

Das nächste Sollner Spiel findet Samstag, 25.11 um 16:15Uhr in der Sporthalle an der Riegerhofstraße gegen den Tabellenführer SV Laim statt.